Erarbeitung eines Vorgehensmodells zur Wahl der geeignetsten Validierungsumgebung in der Getriebeentwicklung eines OEMs

  • Forschungsthema:Erarbeitung eines Vorgehensmodells zur Wahl der geeignetsten Validierungsumgebung in der Getriebeentwicklung eines OEMs
  • Typ:Masterarbeit
  • Datum:ab sofort
  • Betreuer:

    Dipl.-Ing. John Köber

  • Bearbeiter:offen
  • Links:PDF Download
  • Die Produktvalidierung als zentrale Aktivität – insb. in der Frühen Phase im Modell der PGE –
    Produktgenerationsentwicklung – spielt eine Schlüsselrolle, um die Kundenanforderungen zu erfüllen,
    Wissen zu generieren und letztlich den Markterfolg eines Produkts zu sichern. Gleichzeitig sind die
    Aktivitäten zur frühzeitigen Validierung besonderen Herausforderungen ausgesetzt, die sich aus
    einem hohen Maß an Unsicherheit ergeben. Am Beispiel der Getriebeentwicklung eines OEM lässt
    sich feststellen, dass gegenwärtig zu großen Teilen über reale, physische Prototypenfahrzeuge und
    dementsprechend spät im automobilen Produktentstehungsprozess (PEP) validiert wird. Eine weitere
    Herausforderung stellt, neben diesem zeitlichen Optimierungsbedarf, die ganzheitliche Validierung
    aller Varianten von Produktgenerationen im Produktportfolio eines OEM mit u.a. zunehmend
    divergierenden, länderspezifischen Motor-Getriebe-Kombinationen dar. Eine Erweiterung der
    Validierungsaktivitäten über Simulation oder Prüfstände in die Frühe Phase der PGE kann diese
    gegenwärtigen Nachteile kompensieren, so dass frühzeitig umfangreichere Testfälle abbildbar sind.

    Aufgabe:

    Am Beispiel der Getriebeentwicklung sind ausgewählte Testfälle der physischen Erprobung bereits
    heute auf Simulation oder Prüfstand übertragbar. Nichtsdestotrotz fehlt es jedoch an einer Systematik
    zur Identifikation der kontext- und situationsspezifischen Validierungsumgebung in Abhängigkeit der
    Entwicklungsphase. Diese Auswahl der Umgebung zur Produktvalidierung wird durch diverse Faktoren
    wie bspw. Zeitpunkt im PEP und die daran geknüpfte mögliche Abbildungsgüte oder Restriktionen
    aufgrund limitierter oder ungenauer Abbildung des Systems Umwelt beeinflusst.
    Im Rahmen der Arbeit sollen zunächst Einflussfaktoren auf die Auswahl der Validierungsumgebung
    identifiziert werden. Darauf aufbauend soll ein Bewertungsalgorithmus bzgl. der Abbildungsgüte der
    einzelnen Validierungsumgebungen gegenüber vergleichbaren Realfahrzeugmessungen entwickelt
    werden, der eine quantifizierbare Priorisierung von Validierungsumgebungen zulässt. Die Ergebnisse
    und Erkenntnisse sollen in einem systematischen Vorgehensmodell zur (kontext- und
    situationsspezifischen) Auswahl der Validierungsumgebung abgebildet und durch Methoden
    unterstützt werden. An einem ausgewählten Beispiel der Getriebeentwicklung in einem realen
    Fahrzeugprojekt eines OEM soll eine Anwendung der Systematik erfolgen, um die Übertragbarkeit auf
    weitere, zukünftige Fahrzeugprojekte zu evaluieren.

    Profil:

    • hohes Interesse an einer praxisorientierten, wissenschaftlichen Arbeit
    • selbstständige Arbeitsweise
    • gesicherte Kenntnisse der PGE und des IPEK-XiL-Ansatzes in Theorie und Praxis
    • Kenntnisse im Umgang mit MATLAB und VBA wünschenswert